Sonntag, 25. November 2012

Regenbogen


"Wir waren in der Pubertät, als wir zum erstenmal "Creep" hören, und es war ein Stück, dass uns sofort unter die Haut ging. Dieser narzisstische Gesang, diese Traurigkeit, aus der eine einsame, verzerrte Gitarre ausbrach, von der Mitte aus zu zerreisen drohte und in der Unendlichkeit versackte: War das nicht genau, wie wir waren?"

Thom Yorke, unvergleichlich. Bild von hier
Meine Annäherung an Radiohead, am Beispiel von In Rainbows. Ich hörte das damals. Immer wieder. Und manchmal immernoch.

Fast größer als das Album war diese - für 2007 -völlig irre Idee, das Album zum Pay-what-you-want-Preis im Internet anzubieten, ohne Label, ohne irgendwas. Die Medien wurden ja fast verrückt deswegen. Wikipedia hat eine schöne Linkliste dazu. Mir war es, als ich den Text schrieb, ziemlich egal. Schon klar, es sollte ein Statement sein, aber irgendwie kam mir das damals schon vor wie eine ganz normale Entwicklung. Was mich eher interessierte war, ob es rockt. 

Wie genau der Text entstand, weiß ich gar nicht mehr, und das ist tatsächlich eine Ausnahme. Ausnahmsweise stehe ich auch - obwohl er alt ist - immer noch dahinter, vor allem hinter der These, dass Radiohead sich in unsere Leben eingeschrieben haben wie wenig andere Bands, und das auch noch einfach so, ganz fix, ganz unbemerkt, und mit stellenweise wirklich merkwürdigem Avantgarde-Quatsch. Guter Text zum Weiterlesen übrigens dann hier, im n+1-Magazine, kostenlos gibt es leider nur einen kleinen Auschnitt, aber der Rest lohnt sich auch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen